Fußballengesundheit in der Putenmast
Fußballenveränderungen entstehen dort, wo die Einstreu feucht wird und verklebt. Sie sind bei der Schlachtkörperbewertung ein Kostenfaktor, und sie lassen sich später kaum noch korrigieren. Der Hebel liegt fast vollständig in der Einstreu.
Warum Puten die höchsten Anforderungen stellen
Puten sind schwer, sie bleiben lange im Stall, und die Feuchtigkeitsbelastung steigt über die Mastdauer erheblich. Wo die Einstreu nachgibt, entstehen zuerst Veränderungen an den Fußballen.
Dazu kommt: Ammoniak in Verbindung mit Feuchtigkeit greift die Haut an. Das ist der Grund, warum Ammoniakreduzierung und Fußballengesundheit dasselbe Thema sind und nicht zwei getrennte.
Stellschraube 1: Die richtige Einstreuhöhe
Der am häufigsten unterschätzte Punkt – und der einzige, der nichts kostet.
| Produkt | Ersteinstreu Putenmast |
|---|---|
| GranuPollo + | 6 kg je m² |
| PellSoft + | 7 kg je m² |
| Sonnenblumenschalen-Einstreu | ca. 15 kg je m² |
Nur bei dieser Einstreuhöhe wird die Verdichtung und Plattenbildung verhindert. Wer dünner einstreut, spart kein Geld, sondern erzeugt genau das Problem, das er vermeiden wollte: Die Matte verdichtet, trocknet nicht mehr nach und wird zur Ursache.
Stellschraube 2: Material, das wieder abtrocknet
Entscheidend ist nicht allein, wie viel Flüssigkeit ein Material aufnimmt, sondern wie schnell es sie wieder abgibt.
GranuPollo + bindet bis zu 5 Liter Wasser je Kilogramm – laut Datenblatt vierzehnmal mehr als Stroh und viermal mehr als Holzpellets. Die Granulierung erhöht die Oberfläche auf 400 Quadratmeter je Kilogramm. Dadurch trocknet die Matte nach, statt zu verkleben, und die Ammoniak- und Geruchsbindung ist dreimal so hoch wie bei anderen Granulaten.
Sonnenblumenschalen-Einstreu arbeitet nach einem anderen Prinzip: sehr hohes Wasseraufnahmevermögen bei gleichzeitig gutem Wasserabgabevermögen. Die lockere, staubarme Struktur und die geringe Schimmelanfälligkeit unterstützen laut Datenblatt ausdrücklich die Fußballengesundheit.
Stellschraube 3: Zeolith-Additiv
Hier liegt der größte Hebel gegen Ammoniak.
klinoPRO ist thermisch aktivierter Klinoptilolith-Zeolith mit bis zu 600 Quadratmetern aktiver Oberfläche je Gramm. Er nimmt dem im Tierurin enthaltenen Ammonium die Aggressivität. Laut Datenblatt sorgt er für trockene Fußballen, Klauen und Hufe und beugt im Geflügelstall Brustblasen und Pododermatitis vor.
Dosierung Geflügel:
- 150 Gramm je Quadratmeter vor der Grundeinstreu, mit dem Breitstreuer
- danach wöchentlich 50 Gramm je Quadratmeter an feuchten Stellen wie Tränken und Futterplätzen sowie an den Hallenrändern
Der wirtschaftliche Punkt: klinoPRO erhöht die Feuchtigkeitsaufnahme der Einstreu um bis zu 400 Prozent. Die Einstreu bleibt länger nutzbar – das spart laut Datenblatt 10 bis 25 Prozent Einstreu, bei jedem Einstreumaterial. Das Additiv trägt sich also über die eingesparte Einstreu mit.
klinoPRO ist ein Naturprodukt und für BIO-Betriebe zugelassen.
Alternativ oder ergänzend: amoSTOP mit 500 Quadratmetern Oberfläche je Gramm und einer Bindekapazität von 23.500 Milligramm Ammonium je Kilogramm, in der EU als Futtermittelzusatzstoff zugelassen.
Der Bereich, an dem alles hängt
Tränke und Futterplatz. Dort entsteht die Feuchtigkeit, und dort beginnt jedes Problem. Diese Bereiche regelmäßig durcharbeiten und nachstreuen – 2 Kilogramm je Quadratmeter reichen. Zusätzlich gezielt Additiv aufbringen.
Wer diesen Bereich konsequent bearbeitet, spart sich die Arbeit im Rest der Halle.
Nachstreu über die Mastdauer
Mit GranuPollo + ist in den ersten 10 Wochen keine Nachstreu nötig. Von April bis Oktober kommen viele Betriebe ganz ohne aus. Wo nachgestreut wird, sind 2 Kilogramm je Quadratmeter ausreichend.
Was Sie davon haben
Trockene Fußballen und weniger Ammoniak bedeuten gesündere Tiere und bessere Leistung. Weniger Nachstreu und geringere Milbenbelastung senken Arbeits- und Behandlungskosten. Und der anfallende Mist ist ein feinkrümeliger organischer Dünger sowie ein Substrat mit hohem Gasertrag für Biogasanlagen.
Sagen Sie uns Ihre Stallfläche und Ihr aktuelles Einstreumaterial – wir rechnen Ihnen die Mengen und den Vergleich durch.
