Ammoniak im Geflügelstall senken – was tatsächlich hilft
Ammoniak entsteht dort, wo Feuchtigkeit und Kot zusammenkommen und die Einstreu nicht schnell genug abtrocknet. Wer das Problem an der Lüftung lösen will, behandelt das Symptom. Der Hebel liegt in der Einstreu.
Worauf es beim Material ankommt
Herkömmliches Weizenstroh, Holzspäne und einfache Strohpellets binden Feuchtigkeit und Ammoniak deutlich schwächer als Strohgranulat mit Additivtechnik. GranuPollo + bindet laut Datenblatt dreimal so viel Ammoniak und Geruch wie andere Granulate und hat eine Verdunstungsfläche von 400 Quadratmetern je Kilogramm.
Das reine Zeolith-Additiv klinoPRO setzt zusätzlich an: 600 Quadratmeter Oberfläche je Gramm und bis zu 400 Prozent höhere Feuchtigkeitsaufnahme der Einstreu.
Die praktische Erkenntnis daraus: Material und Additiv wirken zusammen. Wer beides kombiniert, kommt deutlich weiter als mit einem von beidem allein.
Stellschraube 1: Die richtige Einstreuhöhe
Das ist der am häufigsten unterschätzte Punkt. Zu dünn eingestreut verdichtet die Matte und bildet Platten – dann trocknet nichts mehr ab.
| Tiergruppe | GranuPollo + | PellSoft + |
|---|---|---|
| Hühner | 1,3 kg je m² | 1,5 kg je m² |
| Puten | 6 kg je m² | 7 kg je m² |
Nur bei dieser Einstreuhöhe wird die Verdichtung verhindert. Weniger spart kein Geld, sondern erzeugt genau das Problem, das man vermeiden wollte.
Stellschraube 2: Material mit Verdunstungsfläche
Entscheidend ist nicht allein, wie viel Flüssigkeit ein Material aufnimmt, sondern wie schnell es sie wieder abgibt.
GranuPollo + bindet bis zu 5 Liter Wasser je Kilogramm – 14-mal mehr als Stroh und 4-mal mehr als Holzpellets. Die Granulierung erhöht die Oberfläche auf 400 Quadratmeter je Kilogramm. Dadurch trocknet die Matte nach, statt zu verkleben, und die Ammoniak- und Geruchsbindung ist dreimal so hoch wie bei anderen Granulaten.
Nebeneffekt: Durch die große Oberfläche ist das Material ergiebiger als einfache Pellets – Sie brauchen weniger davon.
Stellschraube 3: Zeolith-Additiv
Hier liegt der größte Hebel, und er kostet weniger, als die meisten annehmen.
klinoPRO
Thermisch aktivierter Klinoptilolith-Zeolith mit bis zu 600 Quadratmetern aktiver Oberfläche je Gramm. Er nimmt dem im Tierurin enthaltenen Ammonium die Aggressivität und reduziert damit auch die Bedingungen, unter denen Pilze, Bakterien, Viren und Parasiten gedeihen.
Dosierung Geflügel: 150 Gramm je Quadratmeter vor der Grundeinstreu mit dem Breitstreuer ausbringen. Danach wöchentlich 50 Gramm je Quadratmeter an feuchten Stellen wie Tränken und Futterplätzen sowie an den Hallenrändern.
Der wirtschaftliche Punkt: klinoPRO erhöht die Feuchtigkeitsaufnahme der Einstreu um bis zu 400 Prozent. Dadurch bleibt die Einstreu länger nutzbar – das spart 10 bis 25 Prozent Einstreu, und zwar bei jedem Einstreumaterial. Das Additiv trägt sich also über die eingesparte Einstreu mit.
klinoPRO ist ein Naturprodukt und für BIO-Betriebe zugelassen.
amoSTOP
Oberfläche von 500 Quadratmetern je Gramm, Bindekapazität 23.500 Milligramm Ammonium je Kilogramm. In der EU als Futtermittelzusatzstoff zugelassen und damit nicht toxisch. Kombinierbar mit jedem Einstreumaterial.
Der Bereich, an dem alles hängt: Tränke und Futterplatz
Dort entsteht die Feuchtigkeit, und dort beginnt jedes Ammoniakproblem. Diese Bereiche sollten regelmäßig durchgearbeitet und nachgestreut werden – 2 Kilogramm je Quadratmeter reichen aus. Zusätzlich gezielt Additiv aufbringen.
Wer diesen Bereich konsequent bearbeitet, spart sich die Arbeit im Rest der Halle.
Was Sie davon haben
Trockene Fußballen und weniger Ammoniak bedeuten gesündere Tiere und bessere Leistung. Weniger Nachstreu und geringere Milbenbelastung senken Arbeits- und Behandlungskosten. Und der anfallende Mist ist ein hochwertiger Dünger sowie ein Substrat mit hohem Gasertrag für Biogasanlagen.
