Pferdefutter bei Hufrehe und EMS – was geht, was nicht

    Dieser Beitrag ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei bestehender Hufrehe, EMS, Cushing oder anderen Stoffwechselerkrankungen stimmen Sie die Fütterung bitte immer mit Ihrem Tierarzt ab. Die folgenden Angaben stammen aus unseren Produktdatenblättern.

    Worum es geht

    Bei stoffwechselempfindlichen Pferden ist die Futterwahl keine Geschmacksfrage. Stärke und Zucker – fachlich als nicht strukturwirksame Kohlenhydrate bezeichnet – sind bei Hufrehe, EMS, ECS und Cushing genau das, was vermieden werden soll.

    Deshalb sagen wir hier offen, welches unserer Produkte in dieser Situation nicht infrage kommt. Ein falsch verkaufter Sack hilft niemandem.

    Was nicht geeignet ist

    Pellmais ist bei EMS, Cushing und Hufrehe nicht geeignet. Er enthält 65 bis 75 Prozent Stärke. Für gesunde Sport- und Arbeitspferde ist das der gewünschte Effekt – thermisch aufgeschlossener Mais gilt als beste Maisform für Pferde, weil die langsame Stärkeaufnahme für gleichmäßige Energie ohne Blutzuckerspitzen sorgt. Bei stoffwechselempfindlichen Pferden ist derselbe Stärkegehalt aber das Gegenteil dessen, was gebraucht wird.

    Dieser Hinweis steht auch auf unserem Datenblatt.

    Was geeignet ist

    BRIXX pure – für genau diese Pferde entwickelt

    100 Prozent Luzerne aus ökologischem Anbau: getreidefrei, ohne Zuckerzusatz, melassefrei. Dank der niedrigen nicht strukturwirksamen Kohlenhydrate laut Datenblatt geeignet für Pferde und Ponys, die empfindlich auf Stärke, einfachen Zucker und Fruchtzucker reagieren – mit Erkrankungsrisiko oder bestehender Erkrankung wie Hufrehe, Koliken, ECS oder Magengeschwür.

    Weitere Einsatzbereiche laut Datenblatt: PSSM-Pferde bei getreidefreier Fütterung, Heu- und Stauballergiker, Stoffwechsel- und Atemwegsprobleme, Verdauungsbeschwerden sowie Pferde jeden Alters, auch mit Kauproblemen.

    Zwei Eigenschaften sind hier besonders relevant. Der hohe Zellulosegehalt fördert eine gesunde Bakterienflora von Zäkum und Dickdarm. Und die lange Pufferwirkung der Luzerne unterstützt laut Datenblatt bei der Behandlung von Magengeschwüren.

    Fütterung: als Zusatzfutter 1 bis 2 Kilogramm pro Tag. Zusammen mit Heu oder Heucobs kann BRIXX pure 40 bis 60 Prozent des gesamten Raufutteranteils ausmachen. Vor der ersten Gabe die Briketts in kleinere Stücke zerbrechen; trocken gefüttert fördert das die Kauaktivität, nass gefüttert wie Heucobs ist es für ältere Pferde geeignet.

    BestandteilWert (ca.)
    Rohprotein18,5 %
    Rohfaser27 bis 31 %
    Rohasche12 %
    Feuchtigkeit6 bis 9 %
    Calcium1,5 %
    Phosphor0,22 %
    FormBrikett, 70 mm Durchmesser, ca. 30 cm lang

    Pelluz – zucker- und stärkearm

    100 Prozent mechanisch zerkleinerte Luzerne, gepresst bei 80 bis 90 Grad, ohne Chemie und ohne Zusätze. Niedriger Stärke- und Zuckergehalt, 16 bis 20 Prozent Rohprotein, rund 30 Prozent Rohfaser.

    Als Ergänzung zur Heuration 0,3 bis 1,5 Kilogramm täglich bei Großpferden, 0,1 bis 0,5 Kilogramm bei Ponys und Kleinpferden.

    PellHeu – die saubere Raufutterbasis

    100 Prozent reines Wiesenheu, zuckerfrei und vegan, ohne Zusatzstoffe, Bindemittel oder Melasse. Garantierter Rohproteingehalt von 10 Prozent, Energiegehalt 6,0 bis 6,5 Megajoule je Kilogramm.

    Ein Punkt, der bei empfindlichen Pferden zusätzlich zählt: PellHeu ist garantiert frei von giftigen Pflanzen wie Herbstzeitlose, Jakobskreuzkraut und Ampfer. Jede Charge ist rückverfolgbar und wird regelmäßig laboranalytisch geprüft, permanent kontrolliert auf Schimmel, Mykotoxine und Fremdstoffe.

    Fütterung: 1,0 bis 2,5 Kilogramm je 100 Kilogramm Körpergewicht täglich, trocken oder eingeweicht im Verhältnis von etwa 1 zu 2 bis 3 mit Wasser.

    Auf einen Blick

    ProduktBei EMS, Cushing, Hufrehe
    Pellmaisnicht geeignet – 65 bis 75 Prozent Stärke
    BRIXX pureausdrücklich dafür ausgewiesen
    Pelluzgeeignet – zucker- und stärkearm
    PellHeugeeignet – zuckerfrei, giftpflanzenfrei

    Was Sie beachten sollten

    Stellen Sie die Ration immer langsam um und stellen Sie ausreichend frisches Wasser bereit. Die passende Menge hängt von Größe, Gewicht, Alter, Leistung und Gesundheitszustand des Pferdes ab.

    Und noch einmal: Sprechen Sie die Fütterung bei einer bestehenden Erkrankung mit Ihrem Tierarzt ab. Wir rechnen Ihnen den Bedarf gerne aus, aber die medizinische Einschätzung gehört in fachkundige Hände.

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